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Offline Hico  
#1 Geschrieben : Mittwoch, 25. Januar 2017 00:42:06(UTC)
Hico


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 12.03.2009(UTC)
Beiträge: 3,543
Wohnort: Korbach
Hallo liebe Astrokollegen,

dem Aufruf von Sven folgend, habe ich hier meinen BeoBericht vom vergangenen Wochenende niedergeschrieben, habe ihn aber aufgrund des Umfangs nicht an Sven´s Thread angehängt. Ich hoffe er ist euch nicht zu lang und ihr haltet bis zum Ende durch. Laugh


Am vergangenen Samstag spielte das Wetter wieder mal mit und so entschloss ich mich bereits am Vormittag dazu, mal einen neuen Platz zum beobachten auszuprobieren – auf 800m anstatt „nur“ auf 470m Höhe üNN. Da dieser Platz allerdings zwischen zwei Skigebieten liegt, wo auch Abfahrt unter Flutlichtbeleuchtung angeboten wird, machte ich mir nicht so große Hoffnungen auf Top-Bedingungen. Da ich aber erst vor kurzem durch einen Tourist (auch Hobbyspechtler) auf diesen Platz aufmerksam gemacht wurde, war ich neugierig und wollte unbedingt mal hin, um mir einen Überblick zu verschaffen.

Kurz nach 19.00 Uhr fuhr ich los. Im Gepäck hatte ich meinen 12“ Dobson, meine LXD-75 Montierung, meine beiden Canon Spiegelreflexkameras und das Zubehör nebst Okukoffer, Tisch und BeoStuhl. Ca. 35km waren zu fahren und da ich mich auf dem Weg dorthin glatt 2x verfahren habe, traf ich erst gegen 20.15 Uhr an dem auszukundschaftenden BeoPlatz ein.

Der Platz ist ein Parkplatz auf genau 800m Höhe üNN. in der Nähe des sauerländischen Ortes Niedersfeld. Hier oben befindet sich die Hochheidehütte, die auch mit einer nachtaktiven Webcam ausgestattet ist. Prima, damit kann man sich schon von zu Hause aus ein Bild machen, was einen dort oben erwartet – zumindest, wie die Bedingungen in Richtung Westen sind, denn in diese Richtung „schaut“ die Webcam.

Der zugehörige Parkplatz befindet sich ca. 100-150m entfernt von der Hütte. Dort angekommen machte ich erstmal einen kleinen Fußmarsch zu der Hütte, um mich mal ein wenig umzusehen, da ich das Areal bisher nur von Fotos und von der Webcam kannte. Dabei konnten sich meine Augen auch erstmal an die Dunkelheit gewöhnen … wobei es an dem Abend nicht die große Dunkelheit gab.

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Wie schon vermutet, hellt die Flutlichtbeleuchtung der Ski-Orte Winterberg im Süden (bläuliche Aufhellung auf dem oberen Foto) und Willingen im Nordwesten den Himmel schon deutlich auf. Vor allem die Flutlichtanlagen von Willingen machen hier astronomisch in der Skisaison schon einiges kaputt, wie man auf nachfolgendem Foto sehen kann.

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Nachfolgend noch ein Foto, wie auch die vorangegangenen mit dem 8mm Dörr Fisheye-Objektiv (baugleich mit dem bekannten 8mm Walimex) aufgenommen, diesmal in Richtung Westen.

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Der erste Eindruck von diesem Platz ist also erstmal negativ. Zum einen ist die Sicht in Richtung Süden durch die hohen Bäume am Parkplatz so verbaut, dass man unterhalb von ca. 30 Grad über Horizont nicht beobachten kann (s. Rigel, der rechte Fußstern des Orion, der hier durch die Baumwipfel streift). Hinzu kommt die Flutlichtbeleuchtung im Winter. Zu welcher Uhrzeit die abgeschaltet wird weiß ich leider nicht, aber ich denke, dass ich hier erst wieder hochfahren werde, wenn die Skisaison definitv vorbei ist.

Da es an dem Abend auf dem Berg auch leicht diesig zu sein schien, wodurch sich das Flutlicht natürlich noch deutlicher bemerkbar machte, hatte ich überhaupt keine Lust mein Geraffel auszupacken und beschloss gegen 21.15 Uhr wieder in Richtung Heimat aufzubrechen. Allerdings nicht um nach Hause zu fahren, sondern den von mir zu Hause nur ca. 5km entfernten, vor 9 Jahren „eingespechtelten“ Stammbeoplatz auf 470m Höhe üNN. aufzusuchen, in der Hoffung dass der Weg dorthin befahrbar sein würde (es hatte auch bei uns eine Woche zuvor ordentlich geschneit) und mich der Himmel dort mit einer besseren Transparenz verwöhnen würde.


Gegen 22.20 Uhr traf ich dort ein, machte bei einem „Dämpfchen“ erstmal einen Himmel-Lagecheck und beschloss den Rest des Abend hier zu verbringen. In Horizontnähe bis auf ca. 25-30 Grad war die Transparenz zwar nicht so doll, aber darüber in Richtung Zenit sah es gar nicht so schlecht aus. Ich meine sogar, dass der Himmel bei der Hochheidehütte auch ohne eingeschaltete Flutlichtbeleuchtung noch deutlich schlechter gewesen wäre, als hier an meinem gut 300m tiefergelegenen Stammplatz. Zumindest konnte ich Ursa Minor hier wesentlich besser erkennen, als noch knapp 2 Stunden zuvor im Sauerland. Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah …? Cool

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Schnell war der Dobson zum Auskühlen aufgebaut und die Montierung ein paar Meter entfernt eingenordet, sodass ich bereits gegen 23.00 Uhr meine ersten langzeitbelichteten Aufnahmen vom Himmelsjäger Orion schießen konnte.

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Zwar hatte ich den Orion erst Ende letzten Jahres an Hubertus´s Sternwarte bei Medebach geknipst, da mir dort aber bereits nach zwei Aufnahmen mit der frisch astromodifizierten EOS1000Da das Objektiv zugetaut war, wollte ich es nochmal neu angehen. Mit knappen -10 Grad war es recht kalt, aber leider trotzdem auch etwas feucht, sodass es diesmal auch nur zu 6 Aufnahmen gereicht hat, bis das Objektiv zugetaut war. Aber immerhin ...

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(EOS1000Da, 28mm Kitobjektiv, ISO400, 6x 240 Sekunden)

Während die Kamera so vor sich hinknipste, machte ich meinen Dobson startklar. Explizit vorgenommen hatte ich mir eigentlich nur M42 mal wieder ausgiebiger zu beobachten und später noch den Kometen C/2015 V2 Johnson. Da der schmutzige Schneeball aber nördlich des Bärenhüters Bootes unterwegs war, diser aber noch viel zu tief am Nordosthorizont rumkrebste, richtete ich meine Kanone also erstmal auf den großen Orionnebel M42.

Dieser kam ohne Filter auch wieder mit grandiosen Details daher. Er schimmerte mit grünlicher Pracht durch mein 31ger Nagler und ich konnte mich an den Filamenten im Nebel kaum satt sehen. Kurzzeitig meinte ich sogar die südwestliche Kante der Huygensregion in einem zarten rostrot erblickt zu haben, wie ich es vor Jahren schonmal durch Hubertus´s 16" Newton sehen konnte. Sicher war ich mir aber nicht, sodass ich dieses Detail an dem Abend mal als Wunschdenken abgehakt habe.

Nachdem ich ca. 20 Minuten an M42 und kurz an dem benachbarten "Running Man" NGC1977 verweilt hatte, schwenkte ich den Tubus, noch immer mit dem 31ger Nagler bestückt zu Alnitak, dem linken Gürtelstern des Orion, um mal NGC2024 einen kurzen Besuch abzustatten. Sehr fies überstrahlte Alnitak den schön strukturierten Nebel, dennoch war mit etwas Geduld dessen markante Erscheinung noch recht gut auszumachen. Gar nicht auszudenken, wie klasse der aussehen müsste, wenn man Alnitak ausknipsen könnte ... Cool

War die rostrote Nebelkante in M42 wahrscheinlich Wunschdenken, so folgte nun die große Überraschung für mich. Ohne auch nur einen Funken Hoffnung auf eine erfolgreiche Beobachtung zu haben, schwenkte ich den Tubus des 12"ers ein klein wenig nach unten, um mal nach B33, dem Pferdekopf-Dunkelnebel, bzw. dessen "Hintergrundbeleuchtung" in Form des sehr schwachen Emissionsnebels IC434 zu schauen. Letzterem ist es ja zu verdanken ist, dass man den schönen, Licht absorbierenden Pferdekopfnebel überhaupt sehen kann. Der ein oder andere der mich länger kennt bzw. hier im ATDS schon eine Weile mitliest weiß, dass ich vor 3 Jahren mal einen ausgiebigen H-Beta-Filtertest unternommen hatte, wobei ich dafür u.a. auch die Nebelkombi IC434 und B33 als Testobjekt aufgesucht hatte, da diese und der Californianebel ja die H-Beta-Filterobjekte schlechthin sind. Aber selbst mit so einem Filter guter Qualität ausgestattet ist die erfolgreiche Sichtung des Pferdekopfes nicht garantiert. Wenn die Transparenz des Himmels nicht gut genug ist, dann hat man keine Chance auf eine erfolgreiche Sichtung, da der Kontrast des dunklen Pferkopfes gegenüber dem dahinterliegenden Emissionsnebel sehr sehr gering ist.

Ich schwenke also noch immer mit dem 31ger Nagler im OAZ an die Stelle wo B33 zu finden wäre, in Ermangelung eines eigenen H-Beta-Filters habe ich meinen weichen Baader UHC-S Filter mit dem Filterschieber eingestellt, und es dauert tatsächlich nicht lange, als ich plötzlich und völlig unerwartet tatsächlich die schwarze "Nebelbucht" des Pferdekopfes in einem Hauch von Nebelschwade von IC434 entdecken kann. Ich kann´s kaum glauben, aber es war noch nicht mal sehr schwer diesen schwachen Schatten zu erhaschen, wahrscheinlich aber auch, weil ich durch vorangegangene H-Beta-Beobachtungen genau wusste, was mich erwarten würde, bzw. worauf ich zu achten hätte. Selbst als ich während des beobachtens den UHC-S Filter kurz aus dem Gesichtsfeld schob, konnte ich den Pferdekopf noch gerade so erahnen, aber nicht mehr dauerhaft halten.

Ich war so von den Socken über die Sichtung, dass ich nur kurz überlegen musste, ob ich nach Jahren mal wieder den Zeichenblock und den Bleistift zücken sollte, um diese tolle Beobachtung festzuhalten.

Da ich im Zeichnen nicht wirklich erfahren bin, brauchte ich mal wieder eine Weile, bis ich die Feldsterne drin hatte. Als das dann endlich erledigt war merkte ich, dass ich den Pferdekopf auch mit UHC-S Filter nicht mehr dauerhaft halten konnte. Die Bedingungen wurden scheinbar langsam schlechter, was damit zusammenhängen konnte, dass der Orion schon längst kulminiert hatte und sich langsam wieder in Richtung Westhorizont bewegte, wo die Transparenz ja deutlich schlechter wurde, je tiefer die Objekte standen.

Ich habe die Zeichnung dann auch tatsächlich nicht mehr vor Ort fertig gestellt, nur noch die Umrisse des Dunkelnebels skizziert und dann am Sonntag zu Hause die Zeichnung aus dem Gedächtnis fertiggestellt. Was mich dann aber tatsächlich fast Nerven gekostet hat war die Bildbearbeitung des Scans, um die invertierte Bleistiftzeichnung so gut wie möglich an den realen visuellen Eindruck anzupassen. Ich muss dazu sagen, dass ich auch nicht gerade der Überflieger in sachen EBV bin. Nach tatsächlich bestimmt 2 Stunden der Bildbearbeitung, also insgesamt fast vier Stunden Arbeit vom ersten Bleistift-Feldstern auf dem Blatt Papier bis zum folgenden Bild, war ich ausreichend zufrieden mit dem Endergebnis. Ich hatte IC434 an meinem heimischen Rechner mittels der EBV mit Gimp so schwach werden lassen, dass man ihn und damit auch B33 kaum noch ausmachen konnte und sich schon länger auf das Bild einlassen musste, um die dunkle Nebelbucht zu erkennen - ganz wie am Teleskop. An meinem Firmenrechner musste ich aber heute Vormittag feststellen, dass ich trotz maximal eingestellter Monitorhelligkeit nur noch den hellsten Teil von IC434 erblicken konnte, sodass ich die Zeichnung noch mal etwas aufhellen musste.

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Ihr habt den Monitor dann richtig eingestellt, wenn man den Nebelstreifen von IC434 gerade noch so erahnen kann. Dann nämlich fällt auch der Pferdekopf nur gerade so auf, so wie am Teleskop.

Wie ihr in meiner Zeichnung sehen könnt, sieht man anstatt des allbekannten Pferdekopfes nur eine etwa rechteckige Ausbuchtung in IC434. So aber konnte ich bisher auch am 16"er mit H-Beta-Filter nur den Pferdekopfnebel beobachten. Die von den tollen Fotos bekannte Form mit der ausgeprägten Schnauze konnte ich bisher noch nie beim beobachten rausarbeiten. Der Kontrast ist aber auch wirklich extrem gering ...

Nach der doch recht anstrengenden Zeichnung, in der auch einige Male das Radiergummi zum Einsatz kam, gönnte ich mir erstmal ´ne Fluppe und einen schönen heißen Kaffee, um im Anschluss noch ein paar "Standardkerzen" abzuschießen.

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An meiner nachgeführten EOS1000Da wurde zwischendurch mal das zugetaute Kitobjektiv gegen das 8mm Dörr Fisheye getauscht. Aus der Bilderserie habe ich dann aber zwecks schönerer Horizonterkennung doch nur ein Einzelbild mit f/5, ISO400 und 240 Sekunden Belichtungszeit verwendet.

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Beobachtet habe ich mit dem Dobson dann noch M81/82, die Whirlpoolgalaxie M51 in der auch mit knapp 50facher Vergrösserung schon die Spiralform relativ gut erkennbar war und Leo´s Triplet, bestehend aus den Galaxien M65, M66 und NGC3628. Im 31ger Nagler passen die im 12" f/5 Dobson noch sehr schön zusammen ins Gesichtsfeld - ein immer wieder schöner Anblick, wie auch das Galaxienpaar M81/82 in der Großen Bärin.

Dann nahm ich noch den Kometen C/2015 V2 Johnson auf´s Korn, der mittlerweile deutlich an Höhe gewonnen, sich aber noch nicht endgültig aus der Lichtglocker der Kreisstadt Korbach herausschälen konnte. Dafür hätte ich dann noch eine Stunde warten müssen. Da es aber mittlerweile schon ca. 2.15 Uhr auf der Uhr anzeigte und mir auch langsam kalt wurde, wollte ich nicht länger abwarten und schubste den Dobson an die Stelle, die ich mir durch die wie immer toll aufbereitete Aufsuchkarten von Winnie´s Kometenseite zu Hause herausgesucht hatte. Es dauerte auch nicht lange und der aktuell mit ca. +11,5 mag (lt. Winnie`s Seite) noch recht lichtschwache Komet konnte als erfolgreich gesichtet abgehakt werden. Lange habe ich mich an dem Schweifstern aber nicht mehr aufgehalten, er war auch nur als kleiner verwaschener Fleck ohne erkennbare Details zu sehen. Einen Schweifansatz oder stellaren Kern konnte ich nicht ausmachen.

Nachdem ich meine (Foto)Montierung und die EOS1000Da samt Zubehör schonmal abgebaut und ins Auto verpackt hatte, hielt ich zum Abschluss nochmal eben auf Jupiter. Auch der stand für eine richtig gute Beobachtung zu dem Zeitpunkt - es muss nun etwa 2.45 Uhr gewesen sein - noch zu tief. Das Seeing war auch nicht gerade gut, sodass nur in sehr wenigen Sekundenbruchteilen außer den beiden äquatorialen Wolkenbändern ein paar schwächere Details in den Wolkenschichten des Gasriesen zum Vorschein kamen. Sehr eindrücklich ist mir dagegen sie sehr außergewöhnliche Stellung der vier gallileischen Jupitermonde im Gedächtnis geblieben. Diese erschienen im Okular zusammen mit Jupiter etwa wie folgt:

* : O *

... wobei die äußeren beiden Monde aber schon auf Höhe des Jupiteräquators standen. Aber die als Doppelpunkt erschienen Monde nahe des Planeten habe ich in der Konstellation glaub ich auch noch nie gesehen. Das dürfte wohl damit zusammenhängen, das es bis zur Opposition Anfang April noch eine Weile hin ist ...

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Nachdem ich mir dann an Jupiter also noch die Augen verblitzt hatte, wurde auch der Dobson abgebaut und um kurz nach 3.00 Uhr trat ich die Heimreise an, voller Vorfreude auf das warme Bett. Nachdem ich daheim das Auto ausgeladen und mein Bett fertig gemacht hatte, schoss ich aber noch eben diese ...

... Mondverästelung ...
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... durch mein geöffnetes Dachfenster ... und schlummerte kurz darauf friedlich und höchst zufrieden über den gelungenen BeoAbend an meinem Stammbeoplatz ein ...

Und ihr? Seid ihr noch wach? Laugh

Gruß und klaren Himmel
Heiko

Bearbeitet vom Benutzer Mittwoch, 25. Januar 2017 15:45:10(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

www.Heiko-schaut-ins-All.de

12" Lightbridge Dobson, 6" f/5 Newton auf LXD-75, 5" f/11,8 Maksutov, 4,5" f/7,9 Newton auf mot. azimutaler Montierung, 4" f/4 Kugeldobson, 3" f/9,2 Dobson, 70/700 SkyZebra FH auf Astro-3, 60/900 FH auf EQ-1, Coronado PST auf EQ-2, diverse FG von 7x35 bis 20x80 Triplet, EOS1000Da, EOS750D, ASI120MC
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Offline Gecko91  
#2 Geschrieben : Mittwoch, 25. Januar 2017 09:34:17(UTC)
Gecko91


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 05.04.2009(UTC)
Beiträge: 623
Wohnort: Beobachte auf dem Hunsrück
Hallo Heiko,

also ich habe es bis zum Schluss geschafftFlapper. Danke für den ausführlichen Bericht!
Schade, dass der potentielle neue Beoplatz nicht überzeugend war. Da musst du wirklich noch einmal hin, wenn keine Flutlichter mehr brennen. Der Höhengewinn sollte dir eigentlich sehr gute Bedingungen liefern, 800 m sind schon was.

Die Sichtung des Pferdekopf Nebels ist natürlich klasse! Bis heute habe ich diesen noch nicht sehen können, aber das habe ich mit meinem 6"-er auch garnicht erst probiertBigGrin. Ich finde es sehr interessant, dass du ihn mit 12" auch schon ganz ohne Filter sehen konntest. Es ist wohl auch hier eine Frage der Bedinungen.

Die Stimmungsbilder finde ich übrigens sehr toll, ich bin dazu leider immer viel zu faul. Aber durch die Bilder ist man gleich viel näher dabei. DankeSmile
LG und CS
Jonas
mit seinem 6" Dobson auf Selbstbau RB
Offline Benny  
#3 Geschrieben : Mittwoch, 25. Januar 2017 11:17:21(UTC)
Benny


Rang: Graue Eminenz
Mitglied seit: 09.12.2007(UTC)
Beiträge: 5,754
Wohnort: Taunus
Hallo Heiko,

Love Love Love

Wenn mal irgendjemand fragt wie der "ideale BB" ausschaut - nun hab ich einen Link parat!!! Drool

Ganz großes Kino und vielen vielen Dank fürs Mitnehmen, ich fühlte mich neben dir stehen... Die Zeichnung ließ den Mund offenstehen, tolle Leistung ThumpUp Gleichzeitig packt mich Wehmut und Ehrgeiz zugleich beim Lesen dieses stimmungsvollen und ausführlichen Berichts... entweder muss ich jetzt endlich mal wieder den Hintern hochkriegen oder aber ich muss dir ein großes Paket schnüren und dir alles schicken weil ICH es nicht verdient habe im Gegensatz zu dir mit diesem tollen Ausflug, der nicht nur inhaltlich wohl ein Erfolg war (Bedingungen hin oder her) vorallem aber auch mal wieder den Blick über den Tellerrand der "eigenen Wiese" geschafft hatCool

Danke!

Vielen Gruß und CS
Benny
Taunus-Astronomie- AstroBLOG
weitFELD - Bennys photoBLOG
Offline Hico  
#4 Geschrieben : Mittwoch, 25. Januar 2017 17:39:54(UTC)
Hico


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 12.03.2009(UTC)
Beiträge: 3,543
Wohnort: Korbach
Hallo Jonas,

vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Smile

Gecko91 schrieb:
Schade, dass der potentielle neue Beoplatz nicht überzeugend war. Da musst du wirklich noch einmal hin, wenn keine Flutlichter mehr brennen. Der Höhengewinn sollte dir eigentlich sehr gute Bedingungen liefern, 800 m sind schon was.


Das werde ich auch sicher nochmal versuchen - wenn die "weiße Seuche" wieder weg ist und sich der "normale" Mensch wieder darauf besinnt, dass man im Dunkeln nicht Ski fährt und sich besser auf der Couch oder ins Bett legt ... oder doch einfach mal Sterne gucken geht. BigGrin

Gecko91 schrieb:
Die Sichtung des Pferdekopf Nebels ist natürlich klasse! Bis heute habe ich diesen noch nicht sehen können, aber das habe ich mit meinem 6"-er auch garnicht erst probiertBigGrin.


Wäre aber doch mal ein sportlicher Versuch ... wenn der Himmel es hergibt?

Gecko91 schrieb:
Ich finde es sehr interessant, dass du ihn mit 12" auch schon ganz ohne Filter sehen konntest. Es ist wohl auch hier eine Frage der Bedinungen.


Das ist es auf jeden Fall. Auch der Einsatz eines H-Beta Filters ist kein Garant für eine erfolgreiche Beobachtung! Der Himmel muss schon passen. Überrascht war ich auch, dass das in der Nacht sogar ohne Filter geklappt hat.

Gecko91 schrieb:
Die Stimmungsbilder finde ich übrigens sehr toll, ich bin dazu leider immer viel zu faul. Aber durch die Bilder ist man gleich viel näher dabei.


Genau deshalb mache ich die Fotos. Ist für euch beim lesen sicher ganz nett, zumal die Fotos den Bericht etwas auflockern, aber auch für mich, wenn ich später nochmal was nachschauen/-lesen möchte. Ist einfach eine schöne visuelle Erinnerung an den jeweiligen Abend. Daher nehme ich eigentlich immer auch die EOS mit Fotostativ mit raus. Smile


Hallo Benny,

Benny schrieb:
Love Love Love

Wenn mal irgendjemand fragt wie der "ideale BB" ausschaut - nun hab ich einen Link parat!!! Drool ... Ganz großes Kino und vielen vielen Dank fürs Mitnehmen, ich fühlte mich neben dir stehen...


uiuiui ... das ist ja mal ein Kommentar ... Danke für die Blumen. ThumpUp Blushing Smile Das freut mich natürlich sehr, dass Dir mein Bericht gefällt, da Du Deine Berichte ja auch ähnlich aufbaust und auch meist (immer?) mit Stimmungsaufnahmen ausschmückst - eben weil man als Leser dann auch noch näher dabei ist.

Benny schrieb:
Gleichzeitig packt mich Wehmut und Ehrgeiz zugleich beim Lesen dieses stimmungsvollen und ausführlichen Berichts... entweder muss ich jetzt endlich mal wieder den Hintern hochkriegen oder aber ich muss dir ein großes Paket schnüren und dir alles schicken weil ICH es nicht verdient habe im Gegensatz zu dir ...


Nur zu, ich find bestimmt noch Platz für den Kram. LOL

Nee, Spass beiseite. Kennen wir doch alle, dass es zwischendurch mal Leerlauf und Tiefs gibt (schau doch mal wie ruhog es hier geworden ist! Blink) und andere Dinge wichtiger werden. So wie Du immer mit Herzblut an die Beobachtungen rangegangen bist und Deine tolle Seite über die Jahre aufgebaut hast, bin ich mir sicher, dass das Astrofieber auch bei Dir wieder ausbrechen wird und Dich die Sehnsucht nach den Sternen packt. Und vielleicht hat ja mein Bericht schon wieder einen kleinen Teil dazu beigetragen - würde mich freuen. Smile ... Bei Deiner schönen neuen Hacienda hast Du sicher auch die Möglichkeit hin und wieder mal einen entspannten Blick ins All zu werfen und zusätzlich das schön urige Drumherum zu genießen. Das geht ja auch mit kleinem Astrobesteck. Wink

Gruß und klaren Himmel
Heiko

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12" Lightbridge Dobson, 6" f/5 Newton auf LXD-75, 5" f/11,8 Maksutov, 4,5" f/7,9 Newton auf mot. azimutaler Montierung, 4" f/4 Kugeldobson, 3" f/9,2 Dobson, 70/700 SkyZebra FH auf Astro-3, 60/900 FH auf EQ-1, Coronado PST auf EQ-2, diverse FG von 7x35 bis 20x80 Triplet, EOS1000Da, EOS750D, ASI120MC
Offline pescadorTT  
#5 Geschrieben : Mittwoch, 25. Januar 2017 21:44:16(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 429
Wohnort: Köln Nippes
Abend Heiko,

jetzt komme ich auch endlich mal dazu, Dir zu antworten :)

Was für ein klasse Bericht! Du wirst auch nie müde Heiko BigGrin

Du hattest ja uns, Chris, Guido und mir schon vorher von Deiner Sichtung "Black Beauty´s" berichtet, aber wenn man das hier alles liest, hat man das Gefühl dabei gewesen zu sein.

Zitat:
Von Benny: Ganz großes Kino und vielen vielen Dank fürs Mitnehmen, ich fühlte mich neben dir stehen...

Da kann ich Dir nur vollkommen zustimmen Benny.


Zitat:
Ich schwenke also noch immer mit dem 31ger Nagler im OAZ an die Stelle wo B33 zu finden wäre, in Ermangelung eines eigenen H-Beta-Filters habe ich meinen weichen Baader UHC-S Filter mit dem Filterschieber eingestellt, und es dauert tatsächlich nicht lange, als ich plötzlich und völlig unerwartet tatsächlich die schwarze "Nebelbucht" des Pferdekopfes in einem Hauch von Nebelschwade von IC434 entdecken kann. Ich kann´s kaum glauben,....

Das hört sich wirklich unfassbar gut an, vor allem ohne H-Beta Filter.
Deine Zeichnung zum Pferd ist sehr gelungen. Das bringt einem selbst ein bißchen Erfahrungswert, für ein eigenes Aufsuchen. Wobei ich mit dem C9.25 da wohl im Bergischen eher schlechte Karten haben werde, aber man weiss ja nie.

Deine Übersichtsaufnahmen waren mir beim lezten HuTT schon sehr positiv aufgefallen. Die unterstützen Deine Berichte wirklich immens.

Was Deinen 800m BeoPlatz angeht - schade, dass das nichts war. Du hattest ja nachts beim Beobachten noch ne WhatsApp geschickt und mich beim M42 ablichten mit dem Smartphone erwischt :) Da dachte ich, hoffentlich macht Heiko jetzt nicht schlapp, aber Pustekuchen - ein Heiko doch nicht BigGrin
Um so besser, denn ansonsten wäre es mit dem Horseriding ja nichts geworden.

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf unser baldiges Spechteln in Korbach / Medebach im April. Das wird schön mit heißem und leckerem Kaffee angegangen Wink

In diesem Sinne einen schönen Abend der Herr,
Sven





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Offline next  
#6 Geschrieben : Donnerstag, 26. Januar 2017 19:25:15(UTC)
next


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
Mitglied seit: 29.12.2009(UTC)
Beiträge: 217
Wohnort: Efringen-Kirchen
Hallo Heiko,

ich finde deinen Beobachtungsbericht auch allererste Sahne und kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

Solche Beobachtungsberichte sind einerseits Ansporn, zumindest für mich, vielleicht ja auch für Benny. Andererseits wird man auch immer wieder auf interessante Objekte hingewiesen, die man eventuell selbst in der nächsten Beobachtungsnacht versucht zu finden. Wenn man das Ganze dann noch mit einer sehr guten Zeichnung versüßt, damit der interessierte Beobachter weiß won ach er im Detail achten muss ist das natürlich genial.

So genug geschwärmt, wird Zeit dass ich mich demnächst selbst wieder unter den Sternenhimmel begebe.

Bis dahin,
Grüße und CS

Mattze
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Offline Andreas  
#7 Geschrieben : Donnerstag, 26. Januar 2017 22:07:42(UTC)
Andreas


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 16.04.2009(UTC)
Beiträge: 893
Wohnort: Taunus
Hallo Heiko,
ich bin auch noch wach - danke fürs mitnehmen!!!
Gruß und klaren Himmel
Andreas
Ich sehe was ich sehe - wenn ich es sehe
Offline woddy  
#8 Geschrieben : Freitag, 27. Januar 2017 21:06:36(UTC)
woddy


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 07.02.2009(UTC)
Beiträge: 2,564
Wohnort: Iserlohn
Hallo Heiko
Feiner Bericht !
Ich muß auch mal wieder in deine Gegend kommen.BigGrin
Hier in Iserlohn sind die visuellen Bedingungen nicht mehr so dolle.
Hubertus wollte ich eh mal be Neumond besuchen.
Dein Bericht hat mir da wieder einen kick gegeben.
Bis dann
beste Grüße
Andreas
Offline Rieger  
#9 Geschrieben : Samstag, 28. Januar 2017 02:19:25(UTC)
Rieger


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
Mitglied seit: 12.04.2010(UTC)
Beiträge: 110
Wohnort: Herne
Hallo Heiko,

habe auf deinen Tipp hin eben den Beo-Bericht verschlungen. Eigentlich doff, dass ich abseits der vorausgeplanten Neumondnächte eben nicht mal so spontan aufschlagen kann, wenn´s Pferdeköpfe sogar ohne Filter zu schauen gibt. Da dieses Neumond-WE nicht so doll ist, gelüstet mich´s vielleicht dafür am nächsten WE aufzuschlagen:
Mond (Alpentalrille!?!), Venus-Video mit entsprechendem Filter ausprobieren mit deinem technischen Verständnis wäre doch reizvoll. (Im blauen Nachbarforum hatte einer letztens umwerfende "Venüsse" gepostet.) Und in der zweiten Nachthälfte könnte man ohne Mond immer noch Galaxien erheischen gehen.
Das Angebot gilt natürlich auch für Woody, Sven oder wer noch mag.
Anfang der Woche ist aber erstmal "Schmuddelwetter" angesagt! - Abwarten!

CS.

Hubertus

Bearbeitet vom Benutzer Samstag, 28. Januar 2017 02:21:41(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

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OceanSpiders 2.0
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