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Wie immer: Der Einsteiger und das Equipment...
Exaris Offline
#1 Geschrieben : Mittwoch, 1. Februar 2017 23:21:56(UTC)


Rang: Spechtelneuling
Mitglied seit: 01.02.2017(UTC)
Beiträge: 13
Frau
Wohnort: NRW
Hallo zusammen,

es hängt euch vielleicht schon zu den Ohren heraus, aber das passende Equipment ist schon ein Ding, das wohlüberlegt sein will. Offenbar kann man da vieles falsch machen und das möchte ich gerne vermeiden. =)

Also, wie schonmal erwähnt habe ich noch kein eigenes Teleskop, möchte mir aber zeitnah eines zulegen, damit ich endlich loslegen kann. =D Nach dem Wälzen diverser Foren, Kundenrezensionen in Onlineshops, Blogs und Internetseiten rund um das Thema habe ich mir gedacht, dass es ein 8" Dobson-Teleskop werden soll. Dobson, weil man eben viel Öffnung für wenig Geld bekommt und ich finde, die 8" sind von der Größe her noch gut transportabel (aufgrund meiner Wohnlage werde ich wohl den ein oder anderen Weg in Kauf nehmen müssen), aber trotzdem schön groß, sodass man viel sehen kann. Ich denke auch, mit dieser Größe muss man sich nicht schon nach kurzer Zeit ein neues Gerät besorgen und preislich liegt es auch noch im Rahmen.

Besonders zwei Namen zu dem genannten Teleskop sind mir immer wieder begegnet: Skywatcher und GSO.
Hierzu erstmal die Frage: Gibt es da qualitative Unterschiede? Preislich tut sich da nicht ganz so viel.
Gibt es einen Hersteller, den man bevorzugen sollte?
Habt ihr vielleicht noch weitere Vorschläge, was den Hersteller angeht, oder ist das eher nebensächlich?

Ein wenig Literatur scheint mir auch sehr nützlich zu sein. Besonders der Deep Sky Reiseführer, der Deep Sky Reiseatlas und der passende Telrad-Sucher scheinen mir auch für Anfänger sehr interessant zu sein. Wäre das was, oder ist das eher für den geübten Nutzer? Außerdem natürlich eine drehbare Himmelskarte und vielleicht auch Himmelsjahr 2017 vom Kosmos-Verlag.

Könnt ihr mir Tipps geben, was man sonst noch so gebrauchen kann, wenn man Sterne gucken geht? Ich habe gelesen, dass man bspw. eine Rotlichtlampe mitnehmen sollte, damit man sich die Dunkelanpassung des Auges nicht kaputt macht (man kann eine Taschenlampe wohl einfach mit etwas rotem Nagellack gearbeiten. Für DIY-Tipps bin ich immer zu haben!)
Und ich habe auch gelesen, dass man den Tubus von innen mit Velours-Folie auskleiden kann, um das Bild noch besser zu machen.

Ein Newton-Justierlaser ist wohl auch sehr wichtig. Habt ihr Empfehlungen in die Richtung? Da gibt es so viele und die Preisspanne ist doch relativ groß. Habt ihr vielleicht Infoseiten oder Video-Empfehlungen, wo man sich mal angucken kann, wie das geht? ^^'

Und nun das Thema Okulare... da muss ich leider gestehen, dass ich nicht durchblicke. Auch hier wäre ich für Infos dankbar. Könnt ihr für den Anfang etwas empfehlen? Oder anders: Welche Größen könnte man sich anschaffen, um das Gröbste abzudecken? Ich habe viele Empfehlungen gesehen und da wurde oft etwas mit 5 mm Brennweite, 8 mm, 20 mm, 25 mm und 32 mm als Übersichtsokular genannt. Wie seht ihr das? Für den Anfang würde ich mir halt gerne die Planeten in unserem Sonnensystem näher anschauen, aber auch einige Deep-Sky-Objekte. Ich habe auch irgendwo aufgeschnappt, dass es Okulare gibt, bei denen man die Ränder mit dem Auge nicht mehr wahrnimmt und es ist, als wäre man im Weltall unterwegs! Sowas hätte ich wahnsinnig gerne. Sind das die Übersichtsokulare? Beim Thema Okulare bin ich wirklich ganz weit zurück, bitte entschuldigt das. =) Habt ihr bezüglich Hersteller/Serie Empfehlungen für mich, damit ich schonmal die Augen offen halten kann? Es muss wirklich nicht das High-End-Produkt sein. Womit habt ihr angefangen und was hat euch Freude bereitet?

Und eine kleine Frage am Rande: Das Thema mit dem Alter, der Pupillengröße und der Brennweite schein relativ kontrovers diskutiert zu werden. Wie steht ihr dazu?

Zu guter Letzt muss ich sagen, dass mir leider nicht unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und ich deshalb, soweit es möglich ist, auf Gebrauchtes zurückgreifen würde. Habt ihr da Erfahrungen mit? Wo schaut ihr dafür nach? Die Bieten-Seite hier im Forum werde ich jetzt öfter mal besuchen. ^^

Ich glaube, das reicht erstmal für den Anfang. Bestimmt fällt mir noch mehr ein.

Danke schonmal im Voraus!

LG

Enni
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Pipo Offline
#2 Geschrieben : Donnerstag, 2. Februar 2017 13:34:19(UTC)


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1.080
Mann
Wohnort: Berlin
Moin Enni,

wie man sieht, hast du dich schon sehr eingehend informiert. Das vereinfacht die Sache.

Du wirst hier im Forum wohl niemanden finden, der etwas gegen einen 8“ f6 einzuwenden hat. Was den Hersteller angeht ….. die nehmen sich alle nicht viel. Alle kochen mit Wasser und wo das eine Gerät besser ist (wobei „besser“ auch nur „anders“ bedeuten kann) hat es an der anderen Stelle vielleicht Nachteile.

Zur Literatur kann ich nichts sagen. ich kenne keins von den Werken und habe immer nur mit Internetquellen gearbeitet (Deep Sky Hunter, Tri Atlas, Toshimi Takis Karten). Eine drehbare Sternkarte sollte unbedingt eine der nächsten Anschaffungen sein, um sich erste Orientierung am Himmel zu verschaffen.

Auf den Laser kannst du als visueller Anfänger getrost verzichten, hole dir lieber ein Concenter, ein Cheshire oder noch besser eine Kollimationskappe. Auch wenn mancher anderer Meinung sein wird, eine Kollimationskappe reicht für einen f6 für visuelle Beobachtungen völlig aus. Zumal, wenn man noch am Anfang steht. Ich habe jahrelang nur damit justiert, mir dann ein Cheshire zugelegt und festgestellt, dass ich fast gar nicht nachkorrigieren musste. Das Geld solltest du lieber in Okulare investieren.

Ja, es gibt Weitwinkelokulare, bei denen man dan Rand nicht mehr sieht. Wenn du das Geld für ausgeben kannst und willst!
Da ich deinen Etat nicht kenne, nenne ich mal die preiswerteste Lösung. Die Weitwinkel im mittleren Preisbereich haben in den letzten Jahren leider sehr zugelegt, so dass ich sie (außer gebraucht) nicht mehr als Alternative ansehe.

Für den Anfang tut es eine sauber abgestufte Reihe wertiger Plössl-Okulare allemal. Für den Preis nur eines Weitwinkelokulares kannst du dir problemlos eine 3er oder 4er-Palette zusammenstellen, die alle Wünsche befriedigt und dir dabei in Ruhe Erfahrungen aneignen und dann gezielt in höhere Leistungs-(und Preis-) klassen gehen.

So weit für`s erste.


Viele Grüße

Pipo
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Benny Offline
#3 Geschrieben : Donnerstag, 2. Februar 2017 13:52:03(UTC)


Rang: Graue Eminenz
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Mann
Wohnort: Taunus
Hallo Enni,

auch von mir ein Wilkommen im Forum :)

Was Skywatcher und GSO angeht kann ich dich beruhigen, beide haben ihre Fehlerchen aber es gibt keine grundsätzlichen Unterschiede, da kannst du gerade auf dem Gebrauchtmarkt einfach schauen was dir preislich liegt - Gebrauchtkauf: Wie überall kann man reinfallen aber ich habe über die Jahre die community als durch die Bank weg Gebrauchtmarkttauglich befunden :) Man lässt sich halt vorher Bilder schicken oder begutachtet das Gerät vor dem Kauf. Die meisten gehen aber recht pfleglich mit ihren Instrumenten um, so dass ein 8"f/6 (Link führt auf einen Artikel von mir der sich damit beschäftigt) eine echt gute Wahl ist, gerade auch gebraucht, da doch recht unkaputtbar und wie du schon richtig bemerkt hast: Mächtige Öffnung für (lebens?)langen Spaß mit dem Gebotenen.

Das Thema Okulare ist eines was man am besten behandelt wenn man das Teleskop hat. Richtig, Weitwinkelokulare die den sogenannten "Spacewalk" Effekt bieten sind absolut genial und auch mir eine große Freude BigGrin Die gibts nunmal leider nicht geschenkt und sie werden dich selbst im günstigsten Fall ein Vielfaches des Teleskops kosten aber auch hier: Gebrauchtkauf ist Trumpf! Viele kaufen sich dann irgendwann zähneknirschend ein Okular für 400€ weil sie meinen ihre 80-120€ Okus wären nicht ausreichend, da gilt es dann zuzuschlagen - Neu gibt es gute aber auch schon knapp über 100 - aber wie gesagt: erst einmal das Teleskop besorgen (mit den von Pipo richtigerweise angesprochenen Okulare) und dann nochmal das Portemonaise schütteln ob noch was drin ist Wink

Zitat:
Und eine kleine Frage am Rande: Das Thema mit dem Alter, der Pupillengröße und der Brennweite schein relativ kontrovers diskutiert zu werden. Wie steht ihr dazu?


Kontrovers BigGrin In meinen Augen (was für ei nWortwitz) ist es nicht nur eine Frage der eigenen Augen sondern auch viel mehr des Himmels den man vor Ort hat! Was bringt mir ein Okular, dass 7mm AP bietet und mein Auge das auch noch schafft der Himmel aber nicht dunkel genug ist um mit der Lichtflut im Okular klarzukommen... Ich bin von den Maximal APs irgendwann abgekommen wenn es um das Beobachten meiner Lieblingsobjekte geht (vornehmlich Galaxien und Planetarische Nebel), zum Aufsuchen braucht man vor allem Feld, das stimmt schon aber es ist schön wenn man auch noch genug Kontrast hat, daher suche ich auch nicht mehr mit 6-7mm AP auf sondern mit schlappen 4-5mm. Für die Handvoll Objekte denen man dann mit 32mm oder mehr auf den Laib rücken muss (am besten noch mit Filter) kann man sich ja dann noch ein passendes Okular zulegen - sollte aber nicht die höchste Priorität haben.

Zitat:
Zu guter Letzt muss ich sagen, dass mir leider nicht unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und ich deshalb, soweit es möglich ist, auf Gebrauchtes zurückgreifen würde. Habt ihr da Erfahrungen mit? Wo schaut ihr dafür nach? Die Bieten-Seite hier im Forum werde ich jetzt öfter mal besuchen. ^^


Gut, da sind wir dann schon zwei BigGrin Ich hab mir auch über fast ein Jahrzehnt alles zusammengekauft... Ehrlich: Unser Forum ist fein aber eben auch klein, du wirst die große Masse an Angeboten eher in den beiden großen Foren astronomie.de und astrotreff.de finden :) Teils gibt es da aber erhebliche Einschränkungen beim Nutzen des Biete Boards für neue Mitglieder.

Viele Grüße und CS
Benny
Taunus-Astronomie- AstroBLOG
weitFELD - Bennys photoBLOG
Pipo Offline
#4 Geschrieben : Donnerstag, 2. Februar 2017 14:31:54(UTC)


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1.080
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Wohnort: Berlin
Moin Enni,

das mit dem „kontrovers diskutierten“ Alter hatte ich ganz vergessen. Was ich dazu sage ist: Diskutieren ist in diesem Fall Nonsens! Selbst durchschauen und ein eigenes Urteil bilden, alles andere ist graue Theorie. Bleibe für den Beginn im AP-Bereich 1 bis 5 mm, gewöhne dich an das teleskopische sehen (je mehr Übung du hast, desto mehr wirst du sehen). Die Sehgewohnheiten sind sehr unterschiedlich und wer sich mit 0,2 mm AP quälen will, soll das tun. Und wer mit 7 mm AP seine Augen duschen will, warum nicht?

Man muss eben nur wissen, was man tut, deshalb macht man so etwas auch nicht gleich zu Anfang. Aber es ist immer sinnvoll, die Grenzbereiche auszuloten, die hängen aber von Randbedingungen ab, die bei jedem anders sind.


Viele Grüße

Pipo

PS: Ich habe mir den Bericht von Benny mal durchgelesen. Da gibt es nichts hinzuzufügen. Nur eine Anmerkung zu den Okularen. Sofern gebraucht und damit günstig zu bekommen, würde ich die Planetaries aus eigener Erfahrung den anderen genannten immer vorziehen.
Aber wie gesagt, Plössl tun es auch und das nicht schlecht. In Punkte Schärfe und Transparenz stecken gute Plössl die Planeteries, TSWA, Expanse und wie sie alle heißen ganz locker in die Tasche.

ModEdit: Doppelpost zusammengefügt - Gruß, Sebi
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Exaris Offline
#5 Geschrieben : Donnerstag, 2. Februar 2017 19:51:10(UTC)


Rang: Spechtelneuling
Mitglied seit: 01.02.2017(UTC)
Beiträge: 13
Frau
Wohnort: NRW
Hallo Pipo, hallo Benny,

erstmal vielen Dank an euch beide für die hilfreichen Tipps! ^^

Benny, den Artikel habe ich mir vor einiger Zeit schonmal durchgelesen und das Bisschen über Okulare auf jeden Fall daher und wenn ich ihn noch komplett auf dem Schirm gehabt hätte, dann hätte sich die Frage nach dem Hersteller auch erübrigt. ^^' Er hat mir auch bei der Entscheidung für das 8" Dobson sehr geholfen. Danke dafür. Ist ja toll, dass man die Leute mal kennenlernen kann. =D

Pipo, danke erstmal für den Tipp zur Justierung des Teleskops und auch zu den Sternkarten! Das sieht jetzt alles noch etwas kryptisch für mich aus (die Sternkarten meine ich), aber ich werde mich da mal einlesen. Das ist auf jeden Fall eine günstige Alternative zu den ganzen Büchern, die ja auch nicht ganz billig sind. Und danke auch für die Empfehlung bezüglich der Plössl. Ich denke, ich werde mich da an Bennys Empfehlung hinsichtlich der Größen aus dem Artikel halten und mich schonmal nach einem Weitwinkelobjektiv umschauen, damit ich zuschlagen kann, wenn sich die günstige Gelegenheit bietet.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Plössl und Super Plössl? Und was unterscheidet die normalen Plössls von den Planetary Okularen, bzw. warum magst du die lieber? Gibt es Hersteller für Okulare, die man besser meiden sollte oder kennt ihr günstige Okulare, die zu empfehlen sind?

Wie sieht es eigentlich mit Filtern aus? Ich habe gelesen, dass UHC- und auch OIII-Filter in besonders lichtverschmutzten Gegenden gut sind, weil sie das etwas relativieren. Wäre es interessant, sich sowas schon zu Beginn anzuschaffen, oder ist das eher etwas für später. Ich habe weiterhin gelesen, dass man bei Mondbeobachtungen (besonders bei Vollmond) doch besser einen Filter nutzen sollte, weil es sonst zu sehr im Auge brennt. ^^ Wäre da ein variabler Polfilter etwas? Oder ist ein normaler Mondfilter besser? Was ist mit Farbfiltern?

Danke schonmal! =)

LG
Enni

pescadorTT Offline
#6 Geschrieben : Donnerstag, 2. Februar 2017 22:09:01(UTC)


Rang: Spechtelprofi
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Beiträge: 391
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Wohnort: Köln Nippes
Hallo Enni,

Pipo und Benny haben eigentlich schon alles relevantes erwähnt, wie immer sehr informativ und mit wichtigen Fakten zum Thema. Ein bißchen Input geht aber noch :)

Du bist als Astro-Neuling wirklich schon sehr belesen und auf einem guten Stand der Dinge und das ist auch gut so. Damit hast Du Dir manch Fehlkauf erspart.

Zitat:
Ein wenig Literatur scheint mir auch sehr nützlich zu sein. Besonders der Deep Sky Reiseführer, der Deep Sky Reiseatlas und der passende Telrad-Sucher scheinen mir auch für Anfänger sehr interessant zu sein. Wäre das was,....


Und ob! Ist eine top Kombi, mit der Du auch wirklich finden kannst, was Du suchst. Telrad & Reiseatlas
Hatte damals an meinem alten 12," Dobson den Telrad mit den alten Telrad Büchern. Das war schon sehr angenehm, aber der Reiseatlas, den ich selbst auch habe und trotz meiner GoTo Steuerung, immer wieder gerne nutze, macht noch mehr Spaß beim Spechteln. Das wäre für mich auf jeden Fall die erste Wahl in Kombi mit einem Dobson. Die Sternenkarte ist übrigens auch ganz nützlich Wink

Bild Nummer

Ich denke gleichfalls, dass Du mit einem 8" Dobson die beste Wahl treffen wirst und das evtl. nicht nur für den Start, sondern für lange Zeit. Solltest Du doch ein neues Instrument in Erwägung ziehen, lass Dir von Deinem Anbieter Deiner Wahl (TS, Baader, ICS, APM, AstroShop, etc....) ein Angebot erstellen und frag ruhig mal nach Prozenten Wink

Nun noch ein paar Tips, die ganz hilfreich sein können:

Unter der Lightpollutionmap findest Du eine tolle Seite, die Dir ziemlich genau aufzeigt, wo und in welcher Stärke Lichtverschmutzung herrscht oder auch nicht. Gib mal Deine Adresse ein, wähle links das 5 Icon von oben aus (das Kreuz) und drücke damit auf Deinen Spechtelplatz. Klapp auf der rechten Seite die Legende auf und vergleich die Zahl. In NRW ist alles bis 1.00 wirklich gut. Mein BeoPlatz im Bergischen hat 0.90 und ich kann mit bloßem Auge die Milchstraße sehen. Wenns dann bei Dir nicht so dolle sein sollte, such Dir einen guten Platz in Deiner Nähe.

Wo kommst Du übrigens her? Es finden sich hier immer mal wieder Leute, die zusammen raus fahren und eine Nacht abrocken :)

Was ich Dir noch empfehlen möchte, ist folgende Wetterkarte Extra für Astronomen gemacht und ab 12h mittags aktualisiert und nach meinen Erfahrungen zu 98% richtig. Toll ist die Unterteilung in Gesamtbewölkung und Zirrus.

Zum Thema Okulare hier noch ein guter Rechner und ich würde da Pipo und Benny auch wieder zustimmen: ersteinmal ein paar gute Plössels und später nach Geschmack und vorherigen Tests aufrüsten. Dafür eignen sich übrigens sehr gut Teleskoptreffen, wie z.B. das HuTT

Nun bin ich gespannt, wofür Du Dich entscheiden wirst und auf Deinen dann folgenden Bericht, Deines ersten First Lights :)

In diesem Sinne....
Allzeit klaren Himmel und besten Gruß aus Köln Nippes,
Sven





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Pipo Offline
#7 Geschrieben : Donnerstag, 2. Februar 2017 23:43:43(UTC)


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1.080
Mann
Wohnort: Berlin
Moin Enni,

der Begriff des Super Plössl ist nicht fest definiert. In der Regel sind es Vierlinser wie die Plössl, die besser verarbeitet und möglicherweise auch anders vergütet sind. Die Hersteller schweigen sich da aus. Fünflinser sind z.B. die Baader Classic Orthos, aber streng genommen sind das keine Plössl mehr.

Sehr interessant sind auch die NPL von Vixen. Hierzulande eher Nischenprodukte, aber in den USA

http://www.cloudynights....npl-plossl-series-r1800

und im UK (u.a. hier, google mal „vixen npl review“

https://stargazerslounge...-pl%C3%B6ssl-eyepieces/

wohlgelitten. Überhaupt scheint bei unseren englischsprachigen Astrokollegen der Weitwinkelrausch nicht so stark gewesen zu sein, wie bei uns. Ich finde vor allem die Abstufung der NPL sehr gelungen.

Ich habe anfangs (nach Huygens und Billig-Kellnern) lange mit meinen beiden Silberplössls beobachtet. Irgendwann wollte ich aber mehr Feld, es folgten gebraucht ein 15 mm TSWA, ein 8 mm HR Planetary und ein 25 mm HR Planetary. Das war schon ein anderes Beobachten. Insbesondere die HR Planetaries haben ein unglaublich komfortables Einblickverhalten und das ist ihre größte Stärke. Ich habe in der Zeit jede Gelegenheit genutzt und sammelte schnell Erfahrungen im teleskopischen Sehen. Und nach ca. 2 Jahren holte ich an einem Abend mit sehr guter Sicht aus einer Laune heraus die beiden Plössl wieder aus ihrer Kiste und verglich sie nach Strich und Faden mit dem WA und den HR. Ich staunte nicht schlecht. Der Unterschied zwischen dem 20 mm Plössl und dem 25 mm HR war nicht sehr groß aber zu erkennen. Das liegt wohl daran, dass das 25 mm HR kein echtes Planetary, sondern eher ein 5-Linser, also ein „Super-Plössl“ ist. „Echte“ Planetary beginnen erst ab 9 mm abwärts.
Das 12,5 mm Silberplössl versägte seine Nachbarn, das 15 mm TSWA und das 8 mm HR aber nach allen Regeln der Kunst. Mehr Kontrast, mehr Schärfe, dafür ein engerer Einblick und ein kleineres Feld.

Meine am häufigsten benutzen Okulare sind jetzt mit Abstand das 25 mm HR und das 12,5 mm Plössl. Das jüngste Pferd im Stall ist ein 6 mm Classic Ortho mit dem ich mich schnell angefreundet habe. Zwischen dem 12,5er und dem 6er ist es für das 8 mm HR wahrlich eng geworden. Das Bild des 12,5er ist so brilliant, dass ich dafür gerne das geringere Feld und den engen Einblick in Kauf nehme. Und wenn ich es wirklich mal wissen will, habe ich jetzt das 6 mm Classic Ortho.

Ich mache jetzt mal etwas, dass ich noch nie gemacht habe, ich gebe eine konkrete Empfehlung ab.

Ein 2" 32 mm Erfle oder ein 2" GSO Superview (weil billiger) für die Übersicht.
Ein 20 mm HR Planetary, alternativ ein 20 mm Plössl (weil billiger)
Ein 12,5 mm Plössl (weil die Brennweite gut ins Portfolio passt, sonst ein 10 mm).

Damit hast du für‘s erste genug und vor allem drei sehr unterschiedliche Okulare, die es Dir ermöglichen, die Unterschiede zu erfahren und Deine Vorlieben zu erkennen.
Das mit den Karten ist am Anfang ungewohnt. Hole Dir am besten eine drehbare Sternkarte, damit kannst Du Dich in die Nomenklatur einarbeiten. Die von Oculum ist sehr gut. Ich habe eine Polaris von Kosmos, die ist noch besser, aber nur noch gebraucht zu bekommen.

Als Kartenwerk für den Anfang enpfehle ich den Deep Sky Hunter

http://www.deepskywatch....p-sky-hunter-atlas.html

oder Toshimi Takis 8,5 mag Atlas

http://www.geocities.jp/toshimi_taki/

unter Punkt 1, Tools for Observation.

Der TriAtlas, auch im A-Set, ist dann schon etwas fortgeschritten, aber sehr wertvoll für weitere Recherchen.


Zum Thema Justage ist hier meine Lieblingsanleitung für Anfänger

http://www.reinervogel.net/

Klick "dobsons bauen" und dann oben rechts „justage“. Damit ist das wichtigste gesagt. Alles andere kommt später.


Alles klar soweit?


Viele Grüße

Pipo

PS: Deine Frage zu Filtern habe ich vergessen. UHC und O III haben mir bisher nicht viel geholfen, anderen hingegen schon. Allerdings ist mein Himmel hier am Rande der Hauptstadt schon schlecht genug, so dass nur Einbildung hilft. Wenn es dunkler ist, sieht das schon ganz anders aus. Aber für den Anfang brauchst Du die eher nicht.

Für die Mondbeobachtung hilft nur eines: ein verstellbarer Polfilter und der ist dann der Bringer. Wenn Du das Geld dafür anlegen kannst, nimm einen in 2", den kannst Du dann unten in das Reduzierstück von 2 auf 1,25" einschrauben und ihn an den kurzen Brennweiten gemeinsam nutzen.
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Exaris Offline
#8 Geschrieben : Freitag, 3. Februar 2017 14:54:56(UTC)


Rang: Spechtelneuling
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Wohnort: NRW
Hallo Sven, hallo Pipo,

vielen Dank für die ganzen zusätzlichen Infos. Seit gestern Abend wühle ich mich schon durch die ganzen Seiten und Empfehlungen und habe dabei ganz die Zeit vergessen. Also entschuldigt die späte Reaktion. ^^'

Lieber Sven,

deine Links sind wirklich genial! Besonders der zu den Okularen ist so wahnsinnig hilfreich, durch die ganze Thematik besser durchzusteigen, weil man einfach mal visuell sehen kann, was die Werte ausmachen. Für Einsteiger, die nicht unbedingt die Möglichkeit haben, mal eben bei einem Freund zu schauen einfach perfekt. Danke danke danke. ^^ Über die Lightpollution-Map habe ich mich auch sehr gefreut. Ich komme aus Wuppertal und ich habe eine Lichtverschmutzung von 14 in meiner Wohngegend. Aber der alte Truppenübungsplatz in der Nähe ist laut Karte und deiner Empfehlung ein guter Ort, um mal zu spechteln. ^^

Ich bin froh, dass du die Nützlichkeit von Telrad und Reiseatlas bestätigen kannst, ich fand das nämlich von der Idee her auch ganz toll. Perfekt, dass es das auch gleich als Bundle gibt. Danke für den Link dahin! ^^

Du hast mir echt sehr weitergeholfen. Tausend Dank!

Lieber Pipo,

vielen Dank, dass du mal deine Erfahrungen mit den Okularen zusammengefasst hast. Bei meinen Recherchen bin ich auch immer mal wieder über die TS Planetaries gestolpert und das, was ich durch Svens Link an Bildausschnitten von ihnen gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Deswegen bin ich sehr froh, zu dieser Serie mal einen Erfahrungsbericht vom Anwender zu hören. =) Was meinst du mit Silberplössl? Ist das sowas wie Goldkante und Blaukante? Auf jeden Fall vielen Dank, für deine Kaufempfehlung! Habe mir das schon alles aufgeschrieben und werde die Augen offen halten. ^^

Eine Sternkarte werde ich mir auf jeden Fall besorgen und weil ich es natürlich nicht abwarten kann, bastel ich mir gleich selbst eine und werde heute Abend mit Karte und Fernglas auf dem Balkon mal gucken, wenn das Wetter mitspielt (kann ich ja jetzt vorher checken :P).

Die Deep-Sky-Hunters-Karten habe ich mir schonmal angeschaut und wenn ich die Benutzung der Sternkarte drauf habe (habe dazu auch ein Video gefunden), werde ich mich eingehender damit beschäftigen.

Danke auch für deine Anmerkungen zu den Filtern. Ich denke, ich werde dann erstmal Ausschau nach einem var. Polfilter gucken und den Rest dann später besorgen, wenn ich im Spechteln besser geworden bin und es dann auch was bringt. Bei manchen Okularsets sind die ja schon dabei und ich habe mir schon gedacht, dass das viellicht für den Anfang gar nicht so notwendig ist. Ich habe gesehen, dass es die Filter in 1,25" und 2" gibt. Ist es immer ratsam, sich die 2"-Variante zu holen? Ist das von der Bedienung her komfortabler oder hat es auch andere Vorteile? (Gut, bei 2"-Okularen kann man ja sowieso nur 2"-Filter nutzen, denke ich.)


Also nochmals vielen Dank, für die ganzen tollen Infos! Das Unterhaltungsprogramm für dieses Wochenende ist auf jeden Fall gesichert. =D

Was meint ihr eigentlich zu Barlow-Linsen? Ganz oft sieht man 2x und 3x Barlows in Anfängerkoffern. Benutzt ihr die auch? Was genau machen die?
pescadorTT Offline
#9 Geschrieben : Freitag, 3. Februar 2017 22:31:01(UTC)


Rang: Spechtelprofi
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Wohnort: Köln Nippes
Abend Enni,

in Wuppertal war ich gerade erst vorgestern. Ist ja leider auch ordentlich mit Licht verseucht. Hier in Nippes komme ich übrigens auf 18 und kann mit dem C9 gerade noch M42 (Orionnebel) mit dem OIII erhaschen, M31 (Andromeda Galaxie) ist nur zu erahnen.

Du wirst im Laufe der Zeit feststellen, dass unter optimalsten Bedingungen, auch kleine Teleskope viel sichtbar machen und ein großes in der Stadt sogar kontraproduktiv sein kann, da es dann auch mehr Licht von Laternen, etc. schluckt. Da helfen dann Filter, aber schön ist das nicht....

Mein Equipment steht übrigens in der Nähe von Hückeswagen, garnicht mal so weit von Dir entfernt. Solltest Du mal gemeinschaftlich beobachten wollen, gib gerne Bescheid.

Dann noch was zu den Weitwinkelokularen. Ich denke, dass da Pipo vollkommen Recht hat, auch wenn ich selbst zwei von den 100° Biestern besitze und auch wirklich häufig benutze, glaube ich aber doch, dass 60° - 80° auch reichen. Solltest Du aber doch darüber nachdenken, Dir später mal solch eines zu erwerben, dann kann ich Dir die von LUNT (Markus Ludes, APM) empfehlen. Lange nicht so teuer wie die Explore Scientifics oder sogar die Tele Vue, sehr gut verarbeitet, eine viel angenehmere Augenmuschel als die von TS und wirklich schön im Einblickverhalten.

Hier gibt es sogar ein Dreierset, welches so teuer ist, wie z.B. ein einziges TV. Ein einzelnes Lunt startet schon bei 230,-.

Selbst besitze ich das 9mm und das 20mm.

Bild Nummer Bild Nummer

Sind schon echt fein. Aber ganz ehrlich... Du wirst Dir wahrscheinlich noch soviel Equipment kaufen in Deiner Laufbahn als Spechtlerin, sobald Dich der Wahn der Astronomie gepackt hat, da kann so ein Weitwinkel gepflegt noch warten :)

In diesem Sinne,
einen sparsamen Abend,
Sven

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Pipo Offline
#10 Geschrieben : Freitag, 3. Februar 2017 22:39:04(UTC)


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1.080
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Wohnort: Berlin
Moin Enni,

zum Thema Barlows gibt es hier einen sehr lehrreichen Thread

http://www.astrotreff-de...123_BarlowElemente.aspx

Ich habe mir im Anschluss daran eine sehr schöne TAL-Barlow besorgt und sie auch gerne benutzt. Ich bin dann aber doch wieder auf Festbrennweiten gegangen und muss da noch ein - zwei Lücken füllen.

Ist halt Ansichtssache.


Viele Grüße

Pipo


Edit:

Bei meinen Ausführungen habe ich eine Kleinigkeit vergessen zu erwähnen. Der Himmel bewegt sich, d.h. das Bild dreht sich aus dem Gesichtsfeld. Du musst das Dobson laufend nachführen und je größer die Vergrößerung wird, desto häufiger musst Du das machen. Obwohl meine RB wegen ihrer ungewöhnlichen Höhe und der einfachen Bauart nicht sehr gut läuft, habe ich damit auch bei 150x visuell nie ein Problem gehabt. Spätestens wenn Du zu zeichnen anfängst, wird es aber sehr störend. Nachdem ich mit meinen 12,5 vor Augen einen der Auriga-Haufen gezeichnet hatte, war mir das dann zuviel und ich habe mir eine EQ-Plattform gebaut. Seitdem ist Ruhe und deshalb habe ich auch am 6mm Ortho mit seinem sGf von 50 mm kein Problem mehr.
Ich musste das nochmal in Ruhe rekapitulieren und wollte wenigstens auf diesen Umstand hingewiesen haben.
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Hico Offline
#11 Geschrieben : Samstag, 4. Februar 2017 12:47:48(UTC)


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 12.03.2009(UTC)
Beiträge: 3.535
Mann
Wohnort: Korbach
Huiii, hier ist ja schon einiges geschrieben worden - super, Danke Forum! Smile

Hallo Enni,

tja, eigentlich ist zu dem garnix neues mehr hinzuzufügen. Wie Du schon selbst gemerkt hast, gibt es nicht "DAS" Eisnteigerequipment. Vieles ist Geschmacksache und dann noch davon abhängig, wo man beobachten will und kann und was man beobachten möchte. Ich schreib trotzdem nochmal was zu dem ein oder anderen Punkt ...

Zum Teleskop:
Der 8" f/6 Dobson ist auch aus meiner Sicht das ultimative und größtflexible Einsteigerteleskop, daher würde ich Dir ebenfalls dazu raten. Anfang 2008 habe auch ich damit meinen Wiedereinstieg in die Beobachtung begonnen und hab damit lange Freude gehabt. Obwohl ich eine zeitlang parallel auch einen 16" Dobson hatte, war der 8"er mein meistgenutztes Teleskop, da es viel einfacher zu handlen war.

Sternkarten:
Eine Planisphere (drehbare Sternkarte) in Kombi mit einer möglichst schwach leuchtenden Rotlichtlampe ist ein Top-Kombi, um Dich am Himmel zurecht zu finden. Wie Du vielleicht schon weisst, verändert sich der Sternenhimmel nicht nur von Stunde zu Stunde, sondern auch über´s Jahr, sodass es Sternbilder und Objekte gibt, die nur in bestimmten Jahrezeiten am Himmel zu finden sind. Tagsüber kannst Du das wunderbar am PC mit der kostenlosen und fast fotorealistischen Planetariumssoftware "Stellarium" kennenlernen. Nachts unterm Sternenhimmel würde ich Dir aber von "elektronischem Spielzeug" wie Laptop und Smartphone abraten, da Du Dir damit die Dunkeladaption zu nichte machst. Ich ticke da nicht nur deshalb auch eher klassisch - also Planisphere auf Datum und Uhrzeit eingestellt und dann geschaut, was wo am Himmel steht.

Ich bringe bei Einsteigern immer gern den Vergleich - Sternenhimmel<->Landkarte
Der Sternenhimmel ist vergleichbar mit einem fremden Land, die Sternbilder mit den Städten in dem Land, die zu beobachtenden Objekte sind die Sehenswürdigkeiten in den Städten. Mit der Planisphere lernst Du die geografische Verteilung der Städte in dem Land kennen und findest sie damit.

Jetzt willst Du zu den Sehenswürdigkeiten. Dafür reicht die Planisphere meist nicht mehr aus. Es wurde vor allem von Pipo schon zu freiem Kartenmaterial im Internet geraten und auch ich bin ein großer Fan des TriAtlas und hab mir diesen auch in zwei Varianten komplett ausgedruckt - was einen großen DIN A4 Aktenordner füllt ... Huh ...

Gerade für den Anfang ist der vom Handling aber erstmal gewöhnungsbedürftig und er wird Dich nicht so schnell zu den ersten Erfolgserlebnissen führen. Daher rate auch ich Dir gern zum Deepsky Reiseatlas in Verbindung mit dem Telrad Zielkreissucher oder dem Rigel-Quickfinder, den ich u.a. aus Gewichtsgründen bevorzuge, der aber von der Verarbeitung und vom Einblick her schlechter ist, als der Telrad. Der Reiseatlas hat gegenüber dem TriAtlas für Anfänger den Vorteil, dass da zu jeder Sternkarte des Himmels eine zweite Seite existiert, wo Kurzbeschreibungen und Klassifizierungen der im Atlas zu findenden Objekte aufgeführt sind. Daher eignet sich der Atlas nicht nur für Einsteiger sehr gut als Kartenmaterial für spontane Spechtelsessions. Einfach rausfahren, gucken welche Sternbilder grad in guter Beobachtungsposition stehen (bevorzugt im Süden, da dort alle Objekte am höchsten stehen) und dann im Deepsky Reiseatlas die entsprechende Seite aufschlagen und schauen, welche Objekte (Sehenswürdigkeiten Wink) hier grad zu beobachten wären.

Für ein bisschen Theorie zur Beobachtung empfehle ich noch die Anschaffung des Deepsky Reiseführers. Hier kannst Du einiges gutes darüber nachlesen, wie visuelles Beobachten funktioniert (bisschen platt ausgedrückt) und mittels einiger Zeichnungen auch sehen, was Dich erwartet, wenn Du erst ein bisschen Übung und Beobachtungserfahrung gesammelt hast.

Okulare
Das ist das schwerste Thema aber hierzu zitiere ich mal unseren lieben Pipo:

Pipo schrieb:
Ich mache jetzt mal etwas, dass ich noch nie gemacht habe, ich gebe eine konkrete Empfehlung ab.

Ein 2" 32 mm Erfle oder ein 2" GSO Superview (weil billiger) für die Übersicht.
Ein 20 mm HR Planetary, alternativ ein 20 mm Plössl (weil billiger)
Ein 12,5 mm Plössl (weil die Brennweite gut ins Portfolio passt, sonst ein 10 mm).

Damit hast du für‘s erste genug und vor allem drei sehr unterschiedliche Okulare, die es Dir ermöglichen, die Unterschiede zu erfahren und Deine Vorlieben zu erkennen.


Da würde ich fast mit dacor gehen ... fast, denn mir würde unterhalb des 12,5er Plössl´s noch mindestens eins, besser zwei Okulare fehlen, gerade wenn ich mich an meinen Einstieg und Wiedereinstieg erinnere. Man möchte doch gerade zu Beginn auch gern an Mond und den Planeten möglist viel aus dem neuen Teleskop herausholen und mal ordentlich vergrössern. 96-fach fänd ich da nicht den Kracher ... wo der 8"er doch locker 300fach kann - was aber sehr oft aufgrund der Luftunruhe nicht sinnvoll nutzbar ist.

Ich sähe da unter dem 12,5er Plössl also z.B. noch das 9er Planetary (133-fach) und ein z.B. ein 6er Planetary (200-fach). Darf´s nur ein zusätzliches Oku sein, dann würde ich das 6er nehmen - denn das wirst Du sicher nutzen wollen an den o.g. Objekten.

Ich würde aber alternativ auch noch ein Oku ins Rennen bringen - wenn es günstig gebraucht zu bekommen ist. Das 8-24mm Seben Zoomokular. Qualitativ nicht so gut wie die Festbrennweiten, aber gerade zum kennenlernen und zum finden der meist genutzten Okularbrennweiten gar nicht so übel (ich nutze es noch an meinem Coronado PST). Sollte auf dem Gebrauchtmarkt für ca. 30-35€ zu finden sein ... und ist aus meiner Erfahrung heraus besser als das günstige TS 7-21mm. Es gibt sogar ein Planetary-Zoom 7,2-21,5mm, kann aber zu dem Okular bezüglich Preis/Leistung nichts sagen, da ich es bisher noch nicht ausprobieren konnte. Auch hier wird aber gelten - Festbrennweiten werden eine bessere Abbildung zeigen.

Meine 2008er Wiedereinstiegs-Okularanschaffung sah übrigens so aus: 2" Erfle 32mm - 20, 9 und 6mm TS SWM - kurz darauf noch ein 4mm Planetary

Barlow
Halte ich für visuellen Einsatz für überflüssig ... Ich nutze meine fast ausschließlich für Planeten- Sonnen- und Mondfotografie. Einige Okulardesigns haben bereits Barlowelemente mit eingebaut, die sich manchmal nicht mit einer zusätzlichen Barlow vertragen sollen. Erfahrungen habe ich aber hierzu nicht. Was Pipo geschrieben hat kann ich nur unterstreichen - ich habe meine 2-fach TS-Barlow auch seit Anfang 2008, hab sie aber schon damals kaum genutzt, da ich mir gleich eine sinnvolle Okularstaffel für den Wiedereinstieg zusammengestellt hatte - s.o.

Filter
Für den Einstieg nicht unbedingt notwendig - aber hilfreich, vor allem wenn der Himmel schlechter als Alpenhimmel ist. Wird Wuppertal wohl deutlich weiter von entfernt sein als mein Korbacher Himmel ... Blink

Ein UHC-Filter ist recht universell einsetzbar, unter nicht sooo gutem Himmel wird ein O-III Filter allerdings öfter zum Einsatz kommen, da es sehr viele Objekte gibt, für die dieser Filter gut (auch unter Berliner Himmel Pipo) nutzbar ist. Gerade ein "harter" Filter (also mit sehr engem Durchlass) wie der Baader O-III Filter ist hier gut geeignet und ich würde ihn blind empfehlen - wenn ich nicht damals die Erfahrung mit einer fehlerhaften Charge oder Serienstreuung diesbezüglich gemacht hätte. Wenn Du in Deiner Nähe jemanden kennst, der das beurteilen kann (lohnt sich immer nach erfahrenen Mitbeobachtern zu schauen), dann bestell Dir einen (wenn´s das Budget noch hergibt - wie gesagt kein Muss für den Einstieg). Hast Du ´ne Gurke bekommen (und das wirst Du nicht beurteilen können), dann wird er wieder zurückgeschickt und umgetauscht. In meinem Fall war erst der dritte Filter (den ich dann direkt von Baader bekommen habe) erst gut.

Ja und immer in 2" kaufen. Zum einen, weil wir Dir ja auch zum 2" Erfle geraten haben (an 2"-Okus kann man kein 1,25"-Zubehör bertreiben!), zum anderen, weil Du - wie Pipo auch schon geschrieben hat - den 2" Filter in den 2"-auf-1,25" Okularadapter des Okularauszugs einschrauben kannst und dann ganz einfach die 1,25"-Okus tauschen kannst, ohne jedesmal auch den Filter wieder raus- und ins nächste Oku neu einschrauben musst.

Mondfilter? Polarisationsfilter? ... Mmmmhhh, schau doch erstmal, ob Du ohne klar kommst. Gerade bei hohen Vergrösserungen braucht man so einen Filter nicht mehr unbedingt - und Vollmond beobachten ist eh langweilig, da es kaum Kontraste (Schattenwürfe) gibt. Mond beobachtet man am besten, wenn er ab- oder zunimmt und dann schöne schwarze Schatten von Bergen, Ringwällen, ... sichtbar werden und einen schönen Kontrast zur hellen Mondoberfläche bilden.

Ich habe auch einen 2" var. Polarisationsfilter ... und nutze den ... fast garnicht ...

Bezüglich Astroshopping und Heavy-Informiering und ATDSler-Kennenlerning (!) sei noch auf das ATT in Essen am 13.05. hingewiesen, wo es auch immer sehr nette Messeschnapper gibt. Smile


So reicht erstma ... oder? BigGrin

Gruß und klaren Himmel
Heiko
www.Heiko-schaut-ins-All.de

12" Lightbridge Dobson, 6" f/5 Newton auf LXD-75, 5" f/11,8 Maksutov, 4,5" f/7,9 Newton auf mot. azimutaler Montierung, 4" f/4 Kugeldobson, 3" f/9,2 Dobson, 70/700 SkyZebra FH auf Astro-3, 60/900 FH auf EQ-1, Coronado PST auf EQ-2, diverse FG von 7x35 bis 20x80 Triplet, EOS1000Da, EOS750D, ASI120MC
Exaris Offline
#12 Geschrieben : Samstag, 4. Februar 2017 20:24:25(UTC)


Rang: Spechtelneuling
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Beiträge: 13
Frau
Wohnort: NRW
Hallo Sven,

ja, leider hast du Recht, bezüglich der Lichtverschmutzung. Es ist halt eine Großstadt, aber als Kölner kannst du da ja ein Lied von singen. ^^ Ich habe mich schon ein wenig gewundert, weil ich außerhalb vom Stadtkern eher am Rande wohne und die Lichtverschmutzung trotzdem noch so hoch ist. Vielen lieben Dank für das Angebot, zusammen zu spechteln. Das würde ich sehr gerne annehmen, wenn ich mein Equipment habe. =D Gehst du zum spechteln immer nach Hückeswagen, oder hast du auch ein Teleskop bei dir in Köln?

Vielen Dank schonmal für die Empfehlungen zu den Weitwinkelokularen. Die Preise sind schon recht happig und deshalb eher etwas für die langfristige Planung, aber wenn es sich qualitativ lohnt, bin ich ja schonmal gespannt darauf. Aber wie Pipo und du schon sagen, das ist etwas für langfristige Planung. =)

Hallo Pipo,

vielen für den Link zum Foreneintrag, der war sehr interessant. Allerdings verstehe ich das mit den Öffnungsverhältnissen nicht ganz. Wenn ich das richtig gelesen habe, dann verändert die Barlow nicht die Vergrößerung an sich, sondern das Öffnungsverhältnis? Ich habe mal gelesen, dass "schnelle" Teleskope ein kleineres ÖV haben und "langsame" Teleskope ein Größeres. Und in dem Zusammenhang habe ich auch aufgeschnappt, dass ein kleineres ÖV besser für Deep-Sky-Beobachtungen ist, weil das Bild nicht so abgedunkelt wird. Bin ich da richtig informiert? Ansonsten muss ich mir da nochmal was zu angucken. D. h. mit der Barlow kann man sein Teleskop hinsichtlich des Öffnungsverhältnisses optimieren, sofern es qualitativ hochwertig ist. Wenn dem so ist und ich nicht völligen Stuss geredet habe, klingt das durchaus nicht uninteressant und wäre etwas für spätere Investitionen. =)

Hallo Heiko,

erstmal vielen Dank, dass du deine Erfahrungen beigesteuert hast. Das hilft mir wirklich sehr weiter. =) Besonders die Ausführungen zur Planisphere ist schön! =D Und Stellarium habe ich mir schon auf meinem Linux-Laptop runtergeladen.

Der Tipp mit dem Seben Zoomokular ist genial und ich denke, ich werde versuchen, meine Hände daran zu bekommen. Im Vorfeld mal auszuloten, welche Brennweiten einem gefallen und welche man oft nutzt, ist für Anfänger sicherlich sehr gut und auch neu ist das Okular für einen günstigen Kurs zu haben. Wirklich vielen Dank dafür. Ich denke, für den Anfang werde ich mich an Pipos Empfehlung halten (ein 25 mm und 10 mm sind ja meinstens bei dem Teleskop dabei, die können also ein wenig warten), das Zoomokular mit in die Liste aufnehmen und noch eines mit kleiner Brennweite noch dazu nehmen. Du hast schon Recht mit deiner Annahme, ich will mir auf jeden Fall mal Saturn und Jupiter näher anschauen! =D

Danke auch für deine Einschätzung zu den Filtern. Leider habe ich in meinem Bekanntenkreis niemanden, den ich zu Rate ziehen könnte. Ich glaube, ich werde erstmal so durch das Teleskop gucken. Dann kann ich euch ja von den Problemen berichten, sofern sich welche ergeben und dann könnt ihr mir nochmal Ratschläge geben, was man da machen kann. ^^ Wobei ich mir den variablen Polfilter schon aufgeschrieben habe. Der scheint mir eine Investition wert zu sein, wenn auch vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

Ok, die Frage mit der Filtergröße hat sich ergeben, weil ich nicht genau wusste, wo der installiert wird und ich Pipos Erklärungen dafür wohl nicht richtig gelesen habe. ^^' Verzeihung.

Den Termin für den ATT habe ich mir schon in meinem Kalender notiert und werde schauen, dass ich da mal vorbeischauen kann! =)


LG an euch alle
Enni
Hico Offline
#13 Geschrieben : Montag, 6. Februar 2017 00:02:31(UTC)


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 12.03.2009(UTC)
Beiträge: 3.535
Mann
Wohnort: Korbach
Hallo Enni,

Exaris schrieb:
Allerdings verstehe ich das mit den Öffnungsverhältnissen nicht ganz. Wenn ich das richtig gelesen habe, dann verändert die Barlow nicht die Vergrößerung an sich, sondern das Öffnungsverhältnis?


Doch und auch. BigGrin Nehmen wir mal den 8" f/6 Dobson, also ein Teleskop mit 200mm Öffnung (Hauptspiegeldurchmesser) und 1.200mm Brennweite. Steckst Du nun eine 2-fach Barlow in den Okularauszug, dann verdoppelst Du damit die Brennweite und da die Vergrösserung sich ja aus der Brennweite des Teleskops und der Okularbrennweite errechnet, verdoppelst Du damit auch die Vergrösserung. In diesem Fall wird aus dem 8" f/6 quasi ein 8" f/12, die Brennweite verdoppelt sich auf 2.400mm.

Exaris schrieb:
Ich habe mal gelesen, dass "schnelle" Teleskope ein kleineres ÖV haben und "langsame" Teleskope ein Größeres.


Andersrum ist´s richtig. Ein Teleskop mit dem Öffnungsverhältnis f/4 hat ein größeres Öffnungsverhältnis als ein Teleskop mit f/10 - da 1/4 größer ist als 1/10. Smile Erstgenanntes Teleskop ist "schnell", das zweite "langsam". Schnell und langsam kommen aus der Fotografie. Fotografierst Du ein Objekt mit einer großen Blendenöffnung (= kleine Blendenzahl, also z.B. f/4), dann ist das Foto "schneller" ausbelichtet, als wenn Du das gleiche Objekt unter gleichen Lichtverhältnissen mit der gleichen Kamera/Objektivkombination mit der Blende f/10 fotografierst, da diese Blendeneinstellung viel weniger Licht durchlässt und das Foto daher länger belichtet werden muss.

Exaris schrieb:
Und in dem Zusammenhang habe ich auch aufgeschnappt, dass ein kleineres ÖV besser für Deep-Sky-Beobachtungen ist, weil das Bild nicht so abgedunkelt wird. Bin ich da richtig informiert?


Das stimmt so auch nicht ganz ... Wichtig ist erstmal, die Öffnung des Teleskops. Nimmst Du z.B. wieder den 8" f/6 Newton und nimmst ein 20mm Okular, dann kommst Du damit auf eine Vergrösserung von 60-fach (1.200/20=60). Damit erreichst Du eine Austrittspupille (AP) von 3,33mm (Öffnung/Vergrösserung=AP).
Nun stell Dir vor Du hättest einen 8" f/12 Newton daneben stehen, also ein deutlich "langsameres" Teleskop mit viel kleinerem Öffnungsverhältnis. Steckst Du hier ein 40mm Okular in den OAZ, dann kommst Du damit auch auf 60-fache Vergrösserung und ebenfalls auf eine AP von 3,33mm. D.h. die Abbildung ist identisch groß und identisch hell. Der Vollständigkeit halber sei aber noch erwähnt (kannst Du aber nach dem Lesen erstmal wieder vergessen), dass das letztgenannte Teleskop aufgrund des viel kleineren Winkels unter dem das Licht ins Okular fällt, a) einen kleineren Fangspiegel haben kann (=weniger Obstruktion = kontrastreicheres Bild) und b) mit deutlich einfacheren (=günstigeren) Okularen klar kommt, ohne das punktförmige Sterne am Rand "Kometenschweifchen" bekommen.

Das was Du oben geschrieben hast ist in erster Linie für die Fotografie wichtig. Für die visuelle Beobachtung kann ich mittels der Wahl von verschiedenen Okularen oder Okular/Barlow-Kombinationen gleiche Verhältnisse an unterschiedlichen Optiken (gleicher Bauart) schaffen. In der Fotografie geht das so einfach erstmal nicht. Baue ich eine Kamera an einen 8" f/6 Newton und fotografiere damit eine Galaxie, dann habe ich die mit diesem Newton viel schneller ausbelichtet, als wenn ich den 8" f/12 nehme. Das Öffnungsverhältnis verhält sich analog zu den Blendeneinstellungen eines Kameraobjektivs. Allerdings gibt es hier dann noch einen Unterschied - Aufgrund der doppelten Brennweite beim 8" f/12 wird die Galaxie auf dem Foto auch doppelt so groß.

Exaris schrieb:
D. h. mit der Barlow kann man sein Teleskop hinsichtlich des Öffnungsverhältnisses optimieren, sofern es qualitativ hochwertig ist.


Ich hatte ja schon geschrieben, dass für mich die Barlow für die visuelle Beobachtung (fast) uninteressant ist und ich diese nur in ganz besonderen extrem selten Situationen mal verwende. Beim filmen von Planeten oder Mond ist sie für mich dagegen absolut notwendig, um die Brennweite des Teleskops an die Auflösungsfähigkeit der Kamera anpassen zu können.

Exaris schrieb:
... und noch eines mit kleiner Brennweite noch dazu nehmen. Du hast schon Recht mit deiner Annahme, ich will mir auf jeden Fall mal Saturn und Jupiter näher anschauen! =D


Alles andere hätte mich stark gewundert. Smile

Exaris schrieb:
Wobei ich mir den variablen Polfilter schon aufgeschrieben habe. Der scheint mir eine Investition wert zu sein, wenn auch vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.


Genau, probier´s doch erstmal ohne. Längere Mondbeobachtungen macht man wohl auch eher mit hoher Vergrösserung und dann ist das Bild nicht mehr soooo hell. Klar, wenn Du vorher halbwegs dunkeladaptiert warst und schaust dann mit Teleskop auf den Mond, dann denkst Du erstmal, es brennt Dir die Netzhaust raus. Blink Aber das Auge hat einen wirklich großen Dynamikbereich und kommt damit klar ... aber kann auf Dauer unangenehm werden ... kann. Smile

Exaris schrieb:
Ok, die Frage mit der Filtergröße hat sich ergeben, weil ich nicht genau wusste, wo der installiert wird und ich Pipos Erklärungen dafür wohl nicht richtig gelesen habe. ^^' Verzeihung.


Alles gut. Woher sollst Du das auch wissen. Du fängst ja grad erst an. Also, normalerweise schraubt man die Filter in die hintere, dem Teleskop zugewandte Okularöffnung. Die Metallhülsen der Okulare haben dort ein Gewinde, in die man die Filter reinschraubt. In 1,25"-Okulare passen nur 1,25"-Filter, in 2"-Okulare nur 2"-Filter. Die Okularauszüge der 8" Dobsons haben einen 2"-Auszug, in den man einen 2"-auf-1,25"-Adapter stecken kann, um auch 1,25"-Okulare nutzen zu können. Diese Adapter besitzen ebenfalls ein 2"-Filtergewinde, sodass Du einen Filter auch hierrein schrauben kannst, was den Vorteil hat, dass Du beim Okularwechsel verschiedener 1,25"-Okulare nicht jedesmal auch den Filter raus- und wieder reinschrauben musst.

Dabei fällt mir noch was wichtiges ein: Ich weiß nicht wie es heute bei den Skywatcher-Dobsons ist, aber vor ein paar Jahren hatten die einen Okularauszug, auf den man entweder eine 2"-Aufnahme ODER eine 1,25"-Aufnahme schrauben musste. Sollte Dein Teleskop der Wahl auch einen solchen Okularauszug besitzen, dann rate ich Dir zusätzlich einen 2"-auf-1,25"-Adapter zu kaufen und die 2"-Aufnahme des Okularauszugs immer montiert zu lassen. Ist deutlich einfacher als immer die Aufnahmen wechseln zu müssen, wenn man zwischen 2"- und 1,25"-Okularen wechseln will.

Exaris schrieb:
Den Termin für den ATT habe ich mir schon in meinem Kalender notiert und werde schauen, dass ich da mal vorbeischauen kann! =)


Kann ich nur empfehlen ... da schwirren `ne Menge interessanter Astronerds rum. BigGrin

Gruß und klaren Himmel
Heiko
www.Heiko-schaut-ins-All.de

12" Lightbridge Dobson, 6" f/5 Newton auf LXD-75, 5" f/11,8 Maksutov, 4,5" f/7,9 Newton auf mot. azimutaler Montierung, 4" f/4 Kugeldobson, 3" f/9,2 Dobson, 70/700 SkyZebra FH auf Astro-3, 60/900 FH auf EQ-1, Coronado PST auf EQ-2, diverse FG von 7x35 bis 20x80 Triplet, EOS1000Da, EOS750D, ASI120MC
pescadorTT Offline
#14 Geschrieben : Montag, 6. Februar 2017 00:09:18(UTC)


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 391
Mann
Wohnort: Köln Nippes
Hallo Enni,

mein komplettes Equipment befindet sich im Bergischen und dort wird auch gespechtelt :)

Zitat:
Vielen lieben Dank für das Angebot, zusammen zu spechteln.
Ja klar, meld Dich einfach.

Bezüglich des ATT´s in Essen habe ich eben einen Fred eröffnet. Gerne kannst Du auch dazustoßen und mit Stöbern :)

Schönen Abend wünsche ich,
Sven
Celestron 9.25 XLT | Losmandy G11 | Gemini 2 | MGEN | ED 70/420 | Vixen 102M | Tal 1 | EOS 750D | ZWO ASI 120MC
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Exaris Offline
#15 Geschrieben : Samstag, 11. Februar 2017 15:05:07(UTC)


Rang: Spechtelneuling
Mitglied seit: 01.02.2017(UTC)
Beiträge: 13
Frau
Wohnort: NRW
So, da bin ich wieder. ^^

Lieber Heiko,

danke für die Aufklärung, ich habe da wohl wirklich einiges falsch verstanden und von Fotografie habe ich leider gar keine Ahnung. Ich werde aber schauen, dass ich die Lücken schließe. Ich habe eine interessante Seite gefunden, die ich mir mal zu Gemüte führen werde, vielleicht kennt ihr die ja auch: Mathematik in der Astronomie aus dem Clear Sky-Blog. =)

Bezüglich der Astrofotografie: Das Thema habe ich erstmal komplett ausgeklammert, allerdings wäre es natürlich schon toll, wenn ich mal ein paar Schnappschüsse machen könnte, die ich herzeigen kann. Ich habe gelesen, dass man auch mit einer Webcam Aufnahmen machen kann (beim Astroshop gibt es da ein Gerät) und das hört sich zumindest oberflächlich etwas einfacher an, als das Fotografieren mit Spiegelreflexkameras usw. Kann man eigentlich auch ein Smartphone an das Okular halten und ein paar Fotos schießen? Ich habe gesehen, es gibt da eigens Halterungen für.

LG
Enni

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